Zeit für etwas Anderes…

WowApp ist Genial – keine Frage – aber es soll nicht mein Lebensinhalt werden

Es wird nun langsam Zeit, dass ich die WowApp Werbung wieder auf ein normales Maß herunterfahre. Ich habe jetzt knapp 140 Erstkontakte und damit eine breite Basis. Schon einige der silbernen Federn wurden an meine Downline vergeben, womit der Grundstein gelegt wäre. Ab 200 Erstkontakte stelle ich dann auch alle Werbemaßnahmen erstmal ein. Für wärmeres Wetter habe ich dann schon Offline-Kampagnen geplant, damit ich meinen Hut im Laufe des Jahres noch bekomme. 1000 Erstkontakte möchte ich dies Jahr voll machen. Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel.

Das ganze hat aber auch einen Hintergrund, der weniger mit der neuen App zu tun hat. Ich plane ja selbst schon lange an einer Idee, die sehr ähnlich geartet ist. Allerdings noch nachhaltiger. Ich habe Anfang des Jahres ja nun meine Treffpunkt / Hilfspunkt Idee wieder aufleben lassen.

Es hat mich tatsächlich mein letztes Hemd gekostet, um diese Projekte an den Start zu bringen. Ich habe jeden freien Taler in die Software gesteckt. Und es war wirklich nicht sehr viel, was ich zusammenkratzen konnte. Aber es ist die beste Idee, die ich jemals hatte und es hat sich auch in 7 Jahren Nichts daran geändert. Solange schlummert der Gedanke nun schon in mir und ist langsam gewachsen und gedeiht nun durch ständiges Gießen.

Um das alles finanzieren zu können, mußte ich sehr tief in die Trickkiste greifen und habe als unstudierter trotzdem die Frechheit besessen – mir ein Havard-Motto zu eigen zu machen:

Von Havard Studenten sagt man, dass sie sich keinen Job suchen – sondern den Job erfinden, in dem sie später mal arbeiten wollen. So ähnlich habe ich das nun gemacht. Ich bin eine Art gemeinnütziger Einzelunternehmer geworden. Ich lebe sehr bescheiden und setze meine Talente zum Wohle anderer Menschen ein. Dazu bin ich bisher nur ehrenamtlich aktiv gewesen. Aber auf Dauer kann man in Deutschland damit nicht durchkommen. Hier in diesem Land gilt man als Nichts, wenn man sich nur schlicht für andere einsetzt und Gutes tut. Hier zählt letztlich nur die steuerliche Arbeitsleistung.

Zugegeben habe ich auch andere Erfahrungen gemacht und einige Menschen haben mich bei meinem sehr sehr langen und schwierigen Entwicklungsweg ganz besonderst unterstützt.

Hier an dieser Stelle ein Herzliches Dankeschön dafür!

Aber es gab immer auch viel Gegenwind. Erstaunlicherweise manchmal von Seiten, von denen es gar nicht zu erwarten war. Manchmal auch typisches Geplänkel und Heute wieder eine unverständliche Handlung seitens einer „Behörde“. (was es ja nicht mehr gibt, sind ja alle fast Privat inzwischen)

Aber JEDER hier in diesem Land hat es schonmal erlebt und manche konnten sich anpassen, manche wurde eher verschont und andere wieder haben verzweifeln müssen an dem Apperat in dem wir Leben und Sterben – eines Tages – ich hoffe für Euch – sehr spät und für mich, dass es sich nicht zu sehr hinzieht…

Gedankensprung:

Wie heißt die wichtigste Person in einem menschlichen Leben? Sie trägt immer Deinen Namen!

Wenn wir selbst uns nicht als wichtig ansehen, dann verpassen wir das Potential und die Möglichkeiten, die uns das Leben bietet. Sehen wir uns aber für „zu wichtig“ an, dann verpassen wir die unwichtige, schönen Momente der Ruhe und Gelassenheit.

Für mich ist es nun Zeit, dass ich alles hinter mir lasse, – das Gute und das Schlechte – und mich nun diesem einen neuen Ziel widme und mich darum kümmere, den Rest meines Lebens zu gestalten.

Es ist einfach Zeit für etwas anderes. Gescheitert bin ich schon oft. Ich hatte sogar mal eine Zeit lang das Gefühl, dass ich meine Fehlschläge hier vielleicht nicht posten sollte. Aber wäre ich dann noch echt?

Wäre es noch eine Blog – also ein Tagebuch – wenn ich hier nur poste und über Geschäfte und die WowApp rede – Nichts zu mir selbst sage und immer so tue als hätte ich optimism opium im Blut?

Ich darf also wieder in mein Blog schreiben. Habs mir selbst endlich wieder erlaubt.

Witzig. Ich habe mein Blog vor 7 Jahren beendet – einer meiner letzten Artikel war:

„In sieben Jahren zur ersten Millionen“ – basierend auf einem Buch von Bodo Schäfer.

Das Wissen aus dem Buch habe ich immernoch. In ganz kleinem bescheidenem Rahmen sogar umgesetzt. Aber mein Leben bestand zu sehr aus Theorie, als dass ich wirklich mal etwas durchsetzte.

Nun stehe ich vor meinem Treffpunkt und meinem Hilfspunkt Projekt.

In der Theorie laufen sie schon wunderbar. In der Praxis tut sich hingegen wenig.

Ich bin also sehr gespannt daran, rauszufinden ob die beiden Projekt laufen werden.

Und – rate mal! – … ich werde es jetzt rausfinden! Schon bald!

Und ich gehe lieber mit Pauken und Trompeten und einer guten Idee unter, als es nicht zu versuchen und mir in 30 Jahren immer wieder sagen zu müssen: „Wieso hast Du es nicht probiert!“

Zeit für etwas Anderes!