Nebenberuflich Selbstständig – Gedankengänge / erste Hilfe

Wie mache ich mich mit einfachen Mitteln nebenberuflich selbständig?

Der Begriff Selbständig wird nur mit einem ST geschrieben. Manche sagen ja, es hieße selbstständig – also selbst & ständig arbeiten zu müssen und daraus resultiert auch schon eine mangelnde Motivation. Denn es spielt keine Rolle, ob ich mich jeden Tag nur halbmotiviert zu meiner Arbeit schleppe, – oder ob ich ebenso unmotiviert in die Selbst“händigkeit“ starte?

Denn da kommt der Begriff wirklich her – Selbst Händig – also mit eigenen Händen zu arbeiten. Im Gegensatz dazu sind Unternehmer welche, die andere Hände bezahlen um die Arbeit verrichten zu lassen. Und dann gibt es noch selbsthändige Unternehmer. Alle die Erwägungen setzen erstmal vorraus, dass man sich mit der Matrie etwas befasst hat und eine Entscheidung trifft. Idealerweise startet man im Nebenberuf als Selbständiger und schafft sich einen Kundenstamm und Empfehlungen an – später wechselt man dann ganz in die Selbständigkeit oder bleibt im status quo einfach – weil man sich zum Beispiel einfach „nebenbei“ ausleben möchte und doch die reguläre Arbeit – der Sicherheit wegen zum Beispiel – behalten möchte.

Bei mir war 2006 der Punkt, wo ich das erste Mal im Nebenberuf erfolgreicher wurde, als in meinem damaligem regulären Job. So konnte ich in der Firma – (in der ich einem extremen Arbeitsklima unterworfen war) – hinwerfen. Plötzlich war ich selbständig. Witzigerweise wars vorher ganz ganz anders geplant. Aber das Geld kam einfach so und ich war mit 32 Jahren in einem Zustand von Zeit & Geld – konnte so also leicht weiteres Geld verdienen und versuchte nebenbei etwas Soziales auf die Beine zu stellen.

Nur ca. 1,5 Jahre später wollte es das Schicksal wohl so, dass alles Zusammenbrach. Hier hätte nun ein regulärer Job den Vorteil, dass man zumindest Übergangsfristen, Kündigungsfristen oder eine Abfindung bekommen hätte – bei mir aber war über Nacht das ganze aufgebaute Geschäft einfach weg. Aber wer einmal Blut geleckt hat versucht sich auch immer wieder selbständig zu machen. Das wird jeder, der es schonmal getan hat sehr gut nachvollziehen können. Die Unternehmerische Freiheit und die Möglichkeit auch alle Ideen wirklich auszuprobieren und umzusetzen – während man auf einer regulären Arbeit evtl. übergangen oder gar nicht erst angehört wird – da ziehe ich die Selbständigkeit auf jeden Fall vor.

Die einfachste Art ist dabei erstmal ein Gewerbe anzumelden und die Kleinstunternehmerregelung in Deutschland für sich zu nutzen. Hier hat man mit Mehrwertsteuer nichts am Hut und braucht deswegen auch nicht allzuviel zu rechnen – und fürs Nebengewerbe ist es auch erstmal besser, wenn man sich nicht zusehr überwirft.

Zitat Wikipedia: „Kleinunternehmerregelung (Deutschland)

Die Kleinunternehmerregelung gemäß § 19UStG ist eine Vereinfachungsregelung im Umsatzsteuerrecht, die Unternehmern mit niedrigen Umsätzen ein Wahlrecht gewährt, weitgehend wie Nichtunternehmer behandelt zu werden. Der Kleinunternehmer unterliegt dennoch dem Umsatzsteuergesetz; insoweit entsteht (§ 38 AO) auch die Umsatzsteuer, allerdings wird die Steuer durch das Finanzamt nicht erhoben (§ 218 ff. AO). Im Wesentlichen können Kleinunternehmer daher auf den Ausweis und die Abführung von Umsatzsteuer verzichten, sind dann aber auch vom Vorsteuerabzug aus Rechnungen anderer Unternehmer ausgeschlossen.“ (Zitat Quelle siehe unten)

Eine gute Möglichkeit sich nebenberuflich selbständig zu machen bietet zum Beispiel der aus dem Fernseh bekannt private Kreditmarktplatz auxmoney. Dort kann man sich kostenlos anmelden und für das Vermitteln von privaten Krediten oder Geldanlagen in private Kredite ein gutes Zubrot verdienen.

Wichtig hierbei ist, dass man nicht als Finanzberater auftritt, sondern lediglich als Tippgeber. Das bedeutet: Es darf keine unabhängige Beratung angespriesen werden, wenn man letztlich doch nur Produkte eines einzigen Unternehmes anbietet. Der Tipp allerdings darf man geben. So wie man ein Gutes Buch weiterempfiehlt. Näheres dazu steht auch auf der auxmoney Webseite und hier.

Wer also nebenberuflich Selbständig werden möchte kann es besonders als ehemaliger Finanzberater, ehemaliger Versicherungsmakler oder ehemaliger Anlageberater gerne tun. Nur die Spielregeln müssen natürlich beachtet werden. Und schon kann man neben seinem regulären Job einfach die Produkte/Anlageprodukte weiterempfehlen und so ein lukratives Nebeneinkommen aufbauen.

Nebenberuflich Selbständig kann man auch werden, wenn man zum Beispiel einen Rasenmäher bedienen kann und mit dem Schneiden einer Hecke vertraut ist. Allerdings sollte man beachten, dass man nur Tätigkeiten ausübt, die keiner Anmeldepflicht bei der Handwerkskammer unterliegen. Wer also Schornsteine baut oder elektrische Vollinstallation vornehmen möchte, muß vorher prüfen obn er/sie alle Qualifikationen besitzt.

Was ist noch zu beachten?

Wer sich nebenberuflich selbständig macht sollte vorher genau darüber nachdenken, ob es nur ein Ausprobieren bleiben soll – oder ob auch später eine volle Selbständigkeit angestrebt wird. So kann man auch aus dem Hartz4 Bereich – also der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit starten – die JobCenter sind in der Regel allerdings alles andere als hilfsbereit. Zumindest in meinem Fall wars so. Mir wurde in den Weg gelegt was irgendwie auch nur möglich war – trotz einer 100%tigen Befürwortung und einer Unterstützung meiner Idee durch die Fachstelle für Existenzgründungen – zu der ich nach Drängen geschickt wurde. Man sollte also auch ZÄH sein können und sich nicht unterbuttern lassen – denn dann kann man sich in aller Regel auch sonst nicht durchsetzen. Also zumindest was den Start aus der Arbeitslosigkeit angeht. Hier kann man sich auch erstmal einen 450 Euro Job suchen und über andere kleine Tätigkeiten die Miete sichern und so nach und nach Schritt für Schritt aus dem Bittsteller-Verhältnis auszubrechen – aber vorsicht: Nebeneinkünfte müssen in der Arbeitslosigkeit offen gelegt werden.

Noch etwas ist zu beachten: Unterschätzt nicht die Krankenversicherungsbeiträge. Diese kann man zunächst zwar nach am unteren Satz ansiedeln – aber auch dieser bedeutet, dass man locker 10 Stunden Arbeitszeit im Monat dafür einrechnen sollte. (bei einem empfohlenem Stundenlohn von mindestens 17 Euro /p.Std.  bei 30% Leerlauf in der Arbeitsauslastung in der Woche)

Das betrifft aber dann eher den Sprung von der nebenberuflichen Selbständigkeit in die Vollexistenz.

Auf meinem Blog wird es immer wieder interessante Möglichkeiten geben, sich selbständig zu machen – wer zum Beispiel ein ganz bestimmtes Thema im Auge hat – wie ein Hobby oder ähnliches – kann sich bei mir sehr gerne melden – ich finde ansich immer ein geeignetes Modell mit dem man zumindest starten kann. Dazu gehört immer eine Webseite & ein gutes Thema + regelmäßige Pflege der Seite (woran 9 von 10 Personen mit Webseiten scheitern)

Besonders das Affiliate Marketing, was ich selbst absolut liebe – beitet wirklich absolut jeder Person die Möglichkeit sich selbständig zu machen – ganz bequem über das Internet. Ohne große Vorkosten. Affiliate Marketing bedeutet einfach gesagt: Man ist mit Firmen verbunden, die Produkte vermarkten wollen – man such sich Produkte raus, die man selbst anbieten möchte – und abgewickelt wird alles größtensteils technisch vollautomatisiert. Sowas ist genial und eine Errungenschaft, die noch keine 25 Jahre möglich ist – aber in Zukunft absolut überall zu finden sein wird. So bietet Heute schon jedes vernünftige Unternehmen Provisionen für die Kundenvermittlung an.

Warum soll man sich das Leben also schwer machen? Ich glaube es ist für jede Person möglich, sich mit Hilfe des Internet und eines PC´s innerhalb von 6 Monaten selbständig zu machen. Wer also ein gutes Thema hat und noch gar keinen Plan und sich sagt

„Ich habe doch keine Ahnung von Technik/Internet/Werbung!“ – hier mein Vorschlag:

es gibt 5 Schritte die zum Erfolg führen:

– Handeln

– Vertrauen

– Umsetzung

– Kontinuierlichkeit

– Dankbarkeit

 

Hier nochmal etwas erläutert:

1) Handeln: Tu es – melde Dein Gewerbe an!

…rede nicht mit Freunden darüber und sag „ich werde vielleicht ein Gewerbe anmelden – oder – was meint ihr denn dazu…“

Das klappt nur mit Freunden, die selbständig sind und möglichst Erfolg haben. Aber wieso sollte man einen Tischtennisspieler fragen, welchen Zug man als nächstes bei Schachspiel machen soll? Es soll nicht Respektlos klingen – aber viele Menschen haben Angst vor Selbständigkeit und eine negative Grundhaltung zu dem Thema. Das sind nicht die Besten Berater. Außerdem ist Handeln IMMER der erste Schritt. Selbst wenn man noch keinen genauen Plan hat. Handeln ist unabdingbar, weil es ein Startschuß ist. Und niemand stirbt nach einer Gewerbeanmeldung oder kommt in einen Kerker, weil er/sie keinen Umsatz macht. Aber ohne Startschuß kann der ganze Organismus sich nicht in Bewegung setzen!

2) Vertrauen: Glaube an Dich selbst!

Was Glauben angeht kann man sehr unterschiedlicher Meinung sein. So kann man „Glauben“ eines Tages mal im Lotto zu gewinnen oder man glaubt an eine höhere Macht in der Welt. Glaube ist aber kein Wissen und glaube bedeutet nur ein Gefühl zu haben „als ob es Echt ist“ – An sich selbst zu glauben ist gut – aber manchmal macht man eben Mist oder steht da und weiß plötzlich nicht mehr wo rechts und links ist. Vertrauen ist hier wichtig! – Rufe Dir in Erinnerung welche Schwierigkeiten Du schon im Leben durchstanden hast. Wo hattest Du schonmal das Gefühl so richtig aufs Maul zu fallen und es doch geschafft? – Vertraue Deinen Fähigkeiten – Und vertraue auch ein beißen über die Zeit hinweg. Denn manche Dinge brauchen einfach etwas Zeit!

3) Umsetzung: Machst Du das wirklich oder planst Du es immer und immer weiter?

Planen, Reden, Diskutieren. Oh Mann! Diese Phase kenne ich zu gut. Man steckt da einfach drinne und hat Angst. Angst etwas zu übersehen, etwas nicht bedacht zu haben, – man plant und redet und diskutiert und so dreht sich das mit etwas Pech Monate lang im Kreis, – bis man irgendwann völlig ausgelaugt ist und hinwirft. Umsetzen ist besser! Man kann hinterher den Kurs immernoch korrigieren. Aber wer nicht den ersten Stein legt kann keinen Hof pflastern. Und wenn Du einen Busch pflanzt und er schief steht? – Na und? Du hast umgesetzt und gehandelt und jetzt besserst Du eben etwas nach. 3 Kunden haben Nein gesagt? – Hol Dir noch 97 andere NEINS – wenn Du das schaffst kannst Du sagen:

Bei mir hat das System was für alle gilt nicht funktioniert. Wie heißt das System?

Ganz einfach: Es gibt ein Prinzip – Wenn Du 100 Menschen zu irgendeinem X-beliebigen Thema etwas anbietest wird IMMER eine Person das Produkt wollen. Die genaue Regel sagt: 85 sagen Nein, 10 haben Interesse, 5 können Kunden werden. Das gilt für Kaltaquise. Natürlich ist das kein Rechtsanspruch ans Universum. Aber wenn Du keine 100 Neins gehört hast, dass waren es noch nicht die richtigen 50 Menschen, die Du gefragt hast. Frag immer FREMDE – Freunde und Bekannte gönnen Dir insgeheim den Erfolg nicht. Das ist unterbewußt. Geh mal mit einem Freund eine miese Bratwurst essen. Die meisten werden sich nicht mal beschweren. Aber biete mal selbst eine Bratwurst an und sag, dass Du diese demnächst Gewinnbringend verkaufen willst. Achte drauf wie überkritisch und bratwurstexpertenmäßig plötzlich die Kommentare werden.

Also: Umsetzung bedeutet – Tu das, was nötig ist um den Geschäft zu betreiben. Kaufe Dir nötiges Werkzeug oder Betriebmittel wie ein geeignetes Handy und installier Dir die beste Software, die man für günstiges Geld bekommen kann. (Kleiner Tipp: Wenn Du die WowApp noch nicht hast – jetzt draufziehen!)

4) Kontinuierlichkeit  – Heute ist Sonntag, heute ist das Wetter schön, Heute regnet es, Morgen fahre ich mal Angeln, Übermorgen treffe ich meine alten Freunde, Oh, ich habe ein Date – dann nehme ich mir mal frei ….

Also in dem Sinne stimmt das Selbst ständig schon – denn 6 Tage sollst Du Dein Werk tun und am siebsten Tage sollst Du ruhen. Wenn unser Schöpfer uns diesen Wochenrhytmus so vorschlägt, dann ist da was Wahres dran. Der beste Tipp ist also die Woche genau so aufzuteilen. Es gibt allerdings Fälle in denen es nicht immer so klappt. Doch Kontinuierlichkeit bedeutet, dass man am Ball bleibt. Auch wenn mal eine ganze Woche keine Arbeitsaufträge/Kundentermin anfielen. Dann wird die Woche danach eben mal etwas ausgelasteter. Wichtig ist zu wissen: Es gibt eine 4er Regel, die sagt:

4 Tage nach der Gründung fällst Du in ein tiefes Loch

4 Wochen nach der Gründung wiederholt sich das Loch und Du willst hinwerfen

Nach 4 Monaten wirst Du das Gefühl haben, dass es plötzlich zusammenbricht!

Und dann bist Du durch. Im 6ten Monat ist die Sache besiegelt. Du bist am Markt gestartet und hast das erste halbe Jahr durchgestanden. Aber diese 4 Löcher kommen praktisch immer und bei jeder Person. Das erste nach 4 Tagen noch recht genau am 4ten Tag. Die anderen beiden tauchen so in der Art irgendwann auf. Diese Motivationslöcher sind VÖLLIG normal – diese hat jeder Mensch durchlaufen müssen. Da Du jetzt weißt, dass diese Löcher so oder so kommen – versuche einfach zu Lachen, wenn es bei Dir soweit ist!

5) Dankbarkeit – Sei zufrieden und Dankbar! 

Ein Schlüssel zum Erfolg ist Dankbarkeit für die erreichten Dinge, die man sich gewünscht hat oder die, die einem einfach so zuvielen. So ist jeder noch so kleine Auftrag ein Grund dankbar zu sein. Der Kunde hat „DICH!“ beauftragt – obwohl es unzählige Mitbewerber gibt. Also soll diese Dankbarkeit dann darin enden, dass Du ständig auf die Uhr siehst oder bei der Beratung dann doch eher den höheren Abschluß witterst? Es gibt Menschen, die arbeiten so – und Hey – es wäre wirklich albern zu behaupten, dass man als Unternehmer etwas erreichen kann, wenn man nicht ein wenig „anpreist“ – das gehört dazu!

Wenn man allerdings keinen Grund findet vom eigenen Produkt wirklich überzeugt zu sein, dann ist es das falsche Produkt und man wird auf Dauer nicht glücklich. Dankbar zu sein bedeutet auch, dass man sich bei seinem Schöpfer dafür bedankt, dass man mit Talenten und Fähigkeiten gesegnet wurde, die einem das Ausüben und der Erfolg im eigenen Handeln überhaupt erst ermöglichen. Man kann nicht alle Skills lernen. Manches hat man oder hat man nicht…

Wow. Ich bin am Ende mit diesem Artikel – so floß es einfach aus mir raus.

Seid doch so gut und hinterlaßt mir einen Kommentar zum Thema, damit ich auch ein wenig spüren kann, wie der Artikel bei Euch so ankam. Danke!

– Euer Martin –

 

PS: Ich frage mich, obs nicht ein Franzose war, der das H nicht sprechen konnte und der nun Schuld ist, dass es in Selbst“H“ändig fehlt…

 


 

Zitat: Seite „Kleinunternehmerregelung (Deutschland)“.

In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. Juli 2016, 10:12 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kleinunternehmerregelung_(Deutschland)&oldid=155963448 (Abgerufen: 21. August 2016, 13:44 UTC)