Jetzt erst Recht!

Es ist nicht immer leicht – aber das hat uns auch niemand versprochen, oder?

 

Gibt es denn sowas wie einen Anspruch auf Zufriedenheit? Ein glückliches Leben zu führen? Wenn ja, – woher rührt dieser Anspruch?

Ich glaube das Leben als solches hat immer zwei Seiten. Die Dualität – das Licht und das Dunkel, Gut und Böse, schwarz und weiß. Dazwischen liegt immer der Zustand der Unschärfe. Schwammigkeit. Niemand ist durch und durch böse. Niemand kann von sich behaupten, nur und auschließlich gut zu sein. Zwischen Schwarz und Weiß dominiert eine Farbe: Bunt!

Wenn wir im Leben also Erfolg haben, gibt es keinerlei Garantie, dass dies auch immer so bleibt. Erfolg wird nicht selten hart erstritten und erfordert häufig auch Opfer. Genauso kann uns aber auch niemand garantieren, dass wir etwas nicht schaffen,

Es ist um vieles leichter Menschen zu finden, die einem helfen auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, als Menschen, die einem das Fliegen beibringen. Aber wer möchte schon immer nur auf dem Boden bleiben? Als die ersten Fluggeräte erfunden wurden, galten die Vorreiter noch als Spinner. Denoch nutzen wir Heute wie selbstverständlich deren Erfindungen.

Nicht alle Vorreiter, Vordenker und „Spinner“ haben Erfolg gehabt. Von denen, die es erfolglos versucht haben hören wir Heute nur noch wenig, – Natürlich, – Erfolge bleiben eher in Erinnerung. Nur die größten & spektakulärsten Fehlschläge gingen noch gerade so in die Geschichte ein.

Aber Geschichten von Misserfolgen gibt es wahrscheinlich in unserem Umfeld sogar zahlmäßig gesehen viel häufiger. So hören wir ständig aus unserem gewohnten Umfeld Sprüche wie „Schuster bleibt bei deinen Leisten“. Ist das so?

Woher nahmen die großen Vorreiter der Geschichte ihre Kraft auszubrechen?

Mit Sicherheit bekommt man im Leben immer sehr sehr viele gutgemeinte Ratschläge. Das ist doch auch schön! Soviele Menschen haben schon Dinge erlebt vor denen sie uns bewahren wollen. Wir brauchen also gar nicht jede Erfahrung selbst machen!

Leider trifft dies aber auch auf den Erfolg zu. Wenn wir Ratschläge annehmen von Menschen, die nicht erreicht haben – und vielleicht auch niemals versucht haben zu erreichen – wonach wir selbst streben, dann können diese Ratschläge schnell zu Fesseln werden – ja sogar zu einem geistigen Gefängnis.

Manchmal muß man eben einfach auf eine heiße Herdplatte fassen, um nicht nur die Ahnung von Hitze zu haben – sondern die Erfahrung der Hitze selbst zu verstehen.

Deswegen spielt es auch keine große Rolle wie oft wir scheitern, denn es ist nicht gesagt, dass es immer so bleibt. Die Welt verändert sich ständig und eine Idee, die Heute noch Nichts gilt kann Morgen die Welt verändern. Schlimm ist nur, dass man die Wege, die zum Erfolg oder der Niederlage führen, oft nicht ohne Schmerzen erleben kann. Es gibt auch keine Abkürzung. Es tut immer weh, wenn sich etwas verändert. Es ist immer ein komisches Gefühl im Magen wenn man die bekannten Wege verläßt.

Und es gehört auch eine gewisse Erkenntnis dazu, dass dieses Leben nicht ewig währt und wir weder Erfolge noch Misserfolge irgendwo mit hinnehmen können. Als Christ glaube ich schon an ein „danach“ – nur können sich Menschen ohne Glauben das vielleicht nicht vorstellen. Für diesen Artikel ist es auch nicht ausschlaggebend. Denn was wir mit unsere Zeit auf der Erde tun – sollte immer dem Besten entsprechen, was uns Talente und Möglichkeiten, Chance und Synchronisitäten bieten können.

Deshalb ist es wichtig, dass man immer wieder aufsteht. Immer wieder Energie aus der Quelle zieht, die uns alle versorgt und sich – nach Phasen der Niederlagen, nach Misserfolgen und schweren Zeiten – immer wieder sagt:

Wer will mir garantieren, dass ich keinen Erfolg haben werden?

Und wenn alles dagegen spricht. Warum dann nicht einfach ausprobieren?

Warum der Erfahrung ausweichen?

Jetzt versuche ich es – Jetzt erst Recht!